Geschichte

Lissabon kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Die Stadt war im Laufe der Zeit unter der Herrschaft verschiedener Völker. Der Hafen hatte bereits zu den Zeiten der Phönizier eine wichtige Bedeutung. Zwischen 200 und 400 n. Chr. waren die Griechen und Römer in Lissabon heimisch. Im Jahr 716 wurden die Westgoten von den Mauren vertrieben, 1147 übernahm dann der portugiesische König Alfons I die Herrschaft über die Stadt und machte sie zur Hauptstadt Portugals. Unter der Herrschaft von König Manuel I, erlebte Lissabon im 16. Jahrhundert seine erste große Blütezeit. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, und zahlreiche Schiffe brachten täglich Waren aus aller Welt in die Metropole.

Am Ende des 16. Jahrhunderts suchte eine Pestepidemie die Stadt heim und kostete rund 60.000 Menschen das Leben. Im Jahr 1755 wurde Lissabon dann von einer großen Katastrophe erschüttert. Ein gewaltiges Erdbeben zerstörte große Teile der Stadt, und rund 40.000 Menschen verloren ihr Leben. Der Markgraf von Pombal plante und verwirklichte dann den großen Wiederaufbau. Im Jahr 1910 wurde in Lissabon die Republik Portugal ausgerufen. König Emanuel II musste nach England fliehen und im Jahr 1926 sorgte ein Militärputsch für das Ende der Republik.

Der Diktator António de Oliveira Salazar war von 1926 bis 1974 an der Macht, war jedoch beim Volk sehr unbeliebt, da er es finanziell auch ausbeutete. Im Jahr 1974 kam es dann zur so genannten Nelkenrevolution, einem unblutigen Aufstand, der zur Entmachtung von Salazar führte. Portugal wurde nun wieder zur Republik und wurde nicht in den Zweiten Weltkrieg verwickelt. Zum Gedenken daran wurde die berühmte Christus-Statue Cristo Rei im Jahr 1959 errichtet. Im Jahr 1988 wütete ein großer Brand im Stadtteil Chiado und richtete größeren Schaden an. 1998 war Lissabon Gastgeber der Weltausstellung EXPO, von der heute noch der Park der Nationen mit dem riesigen Ozeanarium übrig ist. Auch die zweite große Brücke über den Tejo wurde aus diesem Anlass gebaut.