Cémiterio dos Prazeres

"Friedhof des Vergnügens" Der Cémiterio dos Prazeres ist ein Friedhof in Lissabon. Prazeres ist eine Gemeinde in Lissabon, welche dem Friedhof den eigentlich unpassenden Namen bescherte. Es gab an dieser Stelle früher einen Park, in dem häufig Feste gefeiert wurden. Auch wenn Friehöfe eigentlich nicht zu den Sehenswürdigkeiten einer Stadt gehören, so ist dieser doch einen Besuch wert. Auf dem großen Friehof ruhen einige sehr berühmte Einwohner der portugiesischen Metropole. Die alten Grabstätten aus Marmor sehen wie kleine Häuser aus und wirken wir kleine, kunstvolle Bauwerke. Die kleinen Mausoleen haben Fenster und Türen und sind teilweise sogar wohnlich eingerichtet. Der ganze Friedhof wirkt duch die kleinen Häuschen wie eine richtige Stadt, herkömmliche Gräber sucht man hier vergebens. In den Grabstätten wurden teilweise bereits ganze Familien bestattet, an manchen kleinen Fenstern sieht man sogar Gardinen. Der Lissaboner Friedhof wurde im Jahr 1833 errichtet, die Endstation der legendären Tramlinie 28 endet hier. Die rund 70 Straßen des Friedhofes sind, ähnlich wie in der Baixa, im Schachbrettmuster angeordnet.

Die meisten Grabstätten sind sehr gepflegt und mit Blumen verziert. Es gibt jedoch auch zahlreiche alte Gräber, die teilweise verfallen sind und etwas unheimlich anmuten und einen Blick ins Innere freigeben. Der Cémiterio dos Prazeres gleicht eher einer grünen Oase der Erholung, als einem Friedhof. Den Friedhof verschönern außerdem kleine Teiche und Statuen, die tropischen Bäume, welche die Wege säumen, stammen aus ehemaligen portugiesischen Kolonien. Der Friedhof ist im Sommer täglich von 10 bis 20, im Winter von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kostet 1,50 Euro Eintritt.