Aqueduto das Aguas Livres

Der wohl größte Aquädukt seiner Art hat eine Gesamtlänge von rund 19 Kilometern und endet in Amoreiras, einem Stadtteil von Lissabon. Dem Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert konnte auch das große Erdbeben im Jahr 1755 nichts anhaben. Der Aquädukt wurde errichtet, um die Wasserversorgung von Lissabon sicherzustellen. Zu diesem Zweck war der Aquädukt auch bis zum Jahr 1967 in Betrieb. Heute kann er von Touristen besichtigt und begangen werden, von oben hat man eine atemberaubende Aussicht über einen Teil von Lissabon. Der Teil des Aquäduktes, der über das Alcantara-Tal führt, besteht aus insgesamt 35 Bögen, von denen der höchste 65 Meter hoch ist und eine Breite von 29 Metern aufweist. Um das Jahr 1830 trieb sich hier ein Mann herum, der Passanten ausraubte und anschließend in die Tiefe stürzte. Auf diese Weise sind innerhalb von sieben Jahren 76 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt wurden für den Bau stolze 40 Jahre benötigt. Im Museu d'Agua de Manuel de Maia können sich Besucher über die frühere Wasserversorgung Lissabons informieren.

Das Museum wurde im Jahr 1987 eröffnet und nach dem Erbauer des Aquäduktes benannt. Besonders sehenswert ist auch das Wasserreservoir des Aquäduktes an dessen Ende im Stadtteil Amoreiras. Bis zu diesem Reservoir wurde das Wasser früher sowohl über- als auch unterirdisch geführt. Der Eingang ist nicht einfach zu finden, obwohl immer wieder Schilder den Weg zum Aquädukt weisen. Der Eingang befindet sich im Stadtteil Campolide an der Straße Calcada da Quintinha. Das Bauwerk aus Kalkstein kann täglich, außer sonntags, zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden.